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Amsterdam: Geheimnisse und Überraschungen

amsterdamAmsterdam bietet eine Vielzahl an Überraschungen, die auf einem Spaziergang entlang der Grachten oder durch die engen Gassen der Stadt zu entdecken sind. Eins der Geheimnisse der Anziehungskraft Amsterdams ist zweifellos der besucherfreundliche Maßstab dieses kosmopolitischen "Weltdorfs": Seine historische Innenstadt ist so kompakt gebaut, dass alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichbar sind. Manche "Kostbarkeiten" hält Amsterdam so gut versteckt, dass nur die Besucher sie entdecken, die die Stadt wirklich kennen lernen wollen.

Um "Entdeckungsreisenden" auf die Sprünge zu helfen hier einige Beispiele solch überraschender Sehenswürdigkeiten:
Das Allard Pierson Museum beherbergt die archäologische Sammlung der Universität von Amsterdam. Zur Kollektion des Allard Pierson Museums gehört ein rührender Grabstein aus der Zeit um 420 v.Chr. Der Stein stammt vom Grab einer vermutlich im Wochenbett gestorbenen jungen Frau. Man sieht, wie sie sitzend die Hände nach dem Neugeborenen ausstreckt, das die Dienerin in den Armen hält.

Das Museum Amstelkring ist ebenfalls eine der außergewöhnlichen "Perlen" von Amsterdam. Vom Keller bis zum Speicher mit seiner barocken Geheimkirche birgt dieses aus dem 17. Jahrhundert stammende Kaufmannshaus eine Vielzahl von Überraschungen. Einer seiner intimsten Orte ist das Zimmer, das früher dem Kaplan als Schlafzimmer diente. Es ist komplett eingerichtet mit Bettnische, Flickendecke und Nachttopf. Nur wenigen Gläubigen soll damals ein Blick in dieses Zimmer vergönnt gewesen sein. Heute haben es die Besucher da wesentlich leichter. Sie kommen auf dem Weg zur Speicherkirche daran vorbei.

Im Bibelmuseum befindet sich ein außergewöhnliches, aus dem Jahre 1851 stammendes Klang- und Lichtspiel, dessen Mittelpunkt die Stiftshütte, der Vorläufer des Tempels in Jerusalem, darstellt. Hier kann man erleben, wie der 'Sündenbock' zu seinem Namen gekommen ist. In der Stiftshütte befindet sich die Bundeslade mit den zehn Geboten. Einmal im Jahr besprengte der Hohepriester die Bundeslade mit dem Blut eines zu diesem Zweck geopferten reinen Bocks. Ein zweiter Bock wurde mit den Sünden des ganzen Volkes beladen und in die Wüste geschickt, der Sündenbock. Alle halbe Stunde ist in dem Museum die 15 Minuten dauernde Vorstellung dieses Klang- und Lichtspiels zu sehen.

Der Ursprung der Universität von Amsterdam liegt in der mittelalterlichen Kapelle des Agnietenklosters. Als das Atheneum Illustre hier 1632 untergebracht wurde, dekorierte man die Holzdecke eines der Vorlesungssäle mit verschiedenen Gemälden. Auf einem von ihnen befindet sich Minerva, die Göttin der Weisheit. Außerdem sind auf der Decke verschiedene Blumenmotive und Kämpfe zwischen Engeln und Teufelsfiguren zu erkennen. Die Decke befindet sich auf der 1. Etage neben dem großen Vorlesungssaal aus dem Jahre 1632, der auch heute noch für Veranstaltungen der Universität benutzt wird.

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