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Behinderung und Reisen

Menschen mit Behinderung, die eine Reise unternehmen möchten, müssen im Vergleich zu Nicht-Behinderten deutlich mehr vorausplanen. Die Unterkunft muss behindertengerecht gebaut sein, Medikamente müssen im Voraus eingekauft werden, die Flugreise muss organisiert werden.

Allerdings machen es die meisten Reiseveranstalter heute den Menschen mit Behinderung deutlich leichter: Wenn bei der Buchung erwähnt wird, dass jemand mit Behinderung alleine reist, trifft der Veranstalter häufig selbst entsprechende Vorkehrungen. Was die Unterkunft angeht, so muss der Reisende mit Behinderung unbedingt vorher die baulichen Gegebenheiten herausfinden.

Wie breit sind die Türen des Hotelzimmers? Gibt es – für Rollstuhlfahrer wichtig – ein unterfahrbares Waschbecken oder eine behindertengerechte Dusche, evtl. mit Duschsitz? Ist der Transfer vom Rollstuhl in das Bett ohne Hilfe möglich? Falls das Hotelzimmer über einen Balkon verfügt, sollte der Reisende mit Behinderung auf jeden Fall nachfragen, ob dieser auch mit dem Rollstuhl zu erreichen ist. Häufig verhindern Stufen den Zugang zum Balkon mit dem Rollstuhl.

Es gibt Reiseveranstalter, die sich auf die Organisation von Reisen für Menschen mit Behinderung spezialisiert haben. Dabei handelt es sich allerdings meistens um Gruppenreisen mit einem festen Besuchsprogramm, dafür sind die Hotels auf jeden Fall behindertengerecht. Individualreisen, bei denen man unabhängig reist, sind vor allem für Menschen mit einer leichteren Behinderung geeignet, die keine Betreuung brauchen. Natürlich ist das Risiko, als Alleinreisender mit Behinderung auf ein bauliches „Hindernis“ bei der Reise zu treffen, in jedem Fall höher.

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